Zahlterminals: Mieten oder kaufen? Was sich für Händler wirklich lohnt

09 / 09 / 2025

Ein Thema, das viele Schweizer Händler beschäftigt – egal, ob sie schon kontaktlose Zahlungen anbieten oder bisher nur Bargeld akzeptiert haben. Auch kleine und frisch gegründete Unternehmen überlegen: Lohnt sich die Anschaffung eines Zahlungsterminals? Und wenn ja, ist Mieten oder Kaufen die bessere Wahl? In diesem Artikel schauen wir uns die verschiedenen Möglichkeiten an – von Miete über Kauf und Occasionen bis hin zu Kurzmieten – und werfen einen Blick auf neue, smarte Lösungen, die gerade für Schweizer Händler echte Alternativen bieten.

Generation Z

Mieten – die flexible Lösung

Wer mietet, bleibt beweglich: Keine hohe Anfangsinvestition, moderne Technik, Support inklusive – perfekt für kleinere, saisonale oder neue Betriebe.

Vorteile der Miete: 

  • Wartung, Updates & Support inklusive

  • Immer auf dem neuesten Stand – Geräte werden regelmässig ersetzt 

  • Flexibilität – ideal für Events, Pop-ups oder Testphasen

  • Geringe Einstiegskosten – kein Kapital gebunden 

 

Mögliche Nachteile:

  • Monatliche Kosten summieren sich langfristig 

  • Man hat nicht das Eigentum am Gerät

  • Je nach Anbieter: Vertragsbindung oder Kündigungsfristen 

 

Wie steht es mit Kurzzeitmieten?

Für Events, Messen oder saisonale Geschäfte sind Kurzzeitmieten ideal – 100 % flexibel, meist ohne langfristige Bindung. 

Vorteile:

  • Einsatzbereit geliefert, oft inkl. SIM-Karte 

  • Keine Investition nötig

  • Ideal zum Testen von Kartenzahlungen 

 

Worauf man achten sollte:

  • TWINT-Fähigkeit 

  • Höhe der Transaktionsgebühren

  • Mindestmietdauer oder versteckte Kosten 

 

Kauf – rechnen lohnt sich langfristig

Wer langfristig plant, kann mit einem Kauf günstiger fahren – wenn er sich selbst um Technik und Support kümmert.

Vorteile des Kaufs:

  • Volle Kontrolle & Unabhängigkeit

  • Steuerlich abschreibbar als Investition

 

Aber auch hier gilt:

  • Technisches Risiko liegt beim Händler selbst

  • Technologie veraltet schnell – Austausch nach 3–5 Jahren oft nötig

  • Hohe Anfangskosten (können je nach Typ und Anforderungen auch bei CHF 1’000 und mehr liegen)

 

 

Was ist mit gebrauchten Geräten?

Gelegentlich taucht die Idee auf, ein gebrauchtes Terminal günstig zu kaufen. Klingt gut – ist aber heikel.

Vorteile:

  • Preiswert (CHF 100–300)

  • Sofort verfügbar

  • Nachhaltig

Aber:

  • Die Geräte sind oft an Anbieter gebunden (nicht frei nutzbar)

  • Kein Support, keine Garantie

  • Technisch evtl. veraltet oder inkompatibel

Tipp:

Nur mit Rücksprache beim Zahlungsanbieter kaufen!

Beispielrechnung: Miete vs. Kauf über 3 Jahre

Kauf

Miete

Anschaffungskosten

CHF 990 einmalig

-

Miete

-

CHF 432 / Jahr

Wartung & Support

CHF 150 / Jahr

Inklusive

SIM-Karte (mobil)

CHF 40 / Jahr

CHF 40 / Jahr

Gesamt (3 Jahre)

CHF 1’560

CHF 1’416

➡ Bei 3 Jahren kaum ein Unterschied – aber Miete gewinnt durch Flexibilität und geringes Risiko.

Wenn Sie … … dann ist besser:

neu starten oder saisonal arbeiten

Miete

möglichst flexibel bleiben möchten

Miete

langfristig planen & investieren möchten

Kauf

Technik & Support selbst managen können

Kauf

Blick in die Zukunft: SoftPOS wird Mainstream

Schon lange keine Zukunftsversion mehr sondern neuer Standard im POS-Umfeld: SoftPOS (Software Point of Sale) ist eine innovative Lösung, bei der ein Smartphone oder -Tablet zu einem vollwertigen Zahlterminal wird – ganz ohne zusätzliche Hardware. Ein Beispiel hierfür ist Worldline Tap on Mobile. Kund:innen halten ihre Karte, das Smartphone oder die Smartwatch einfach ans Gerät, und die Zahlung wird kontaktlos abgewickelt. Es eignet sich besonders für kleine Betriebe, Start-ups und Händler, die saisonal oder temporär verkaufen.

Der neue Standard: Laut Juniper Research soll die Zahl der Händler, die SoftPOS nutzen, bis 2027 auf 34,5 Millionen steigen – ein massives Wachstum gegenüber 6 Mio. im Jahr 2022. (https://www.juniperresearch.com/press/soft-pos-users-to-grow-globally-by-2027/)

 

Die wichtigsten Vorteile von SoftPOS:

  • Schneller Start, sofort einsatzbereit: Einfach App installieren und sofort loslegen – ideal für Pop-ups, Märkte oder den Filialeinsatz.

  • Kosteneffizient: Keine Fixkosten für Hardware – ideal bei geringem Transaktionsvolumen.

  • Flexibel skalierbar: Neue Geräte lassen sich bei Bedarf unkompliziert hinzufügen (besonders attraktiv für Retailketten, Lieferdienste und mobile Services)

  • Sicher: Moderne SoftPOS-Lösungen sind EMV-zertifiziert und erfüllen die Sicherheitsstandards internationaler Kartenanbieter.

  • Keine Zusatzhardware: Kein Terminal-Kauf, keine Wartung, keine Mietverträge.

Dazu Andreas Langenegger Country Co-Head Merchant Services bei Worldline Schweiz: „Gerade für kleine und mittlere Unternehmen, Pop-ups oder Markthändler ist SoftPOS ein echter Gamechanger. Kein Wunder, dass hier der Trend wächst – Visa meldet global ein Wachstum von 200 % pro Jahr bei SoftPOS-Lösungen, und der Schweizer Markt zieht definitiv mit.“

Fazit: Strategisch denken – jetzt handeln!

Für viele Händler lohnt es sich, mittelfristig auf SoftPOS umzustellen – besonders wenn man:

  • Hardwarekosten senken möchte

  • flexible & mobile Lösungen braucht

  • schneller auf neue Zahlungsarten reagieren will

 

Und wenn es um Miete oder Kauf geht: Was passt zu wem?

  • Miete passt bestens in ein Umfeld mit schnellen Technologiezyklen und wechselnden Geschäftsmodellen, während sich Kauf bei technischer Kompetenz, stabilem Geschäft und langen Nutzungszeiträumen empfiehlt.

  • Transaktionskosten sind oft wichtiger als Terminalkosten – sie beeinflussen langfristig die Profitabilität.

 

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