Der Swiftie-Effekt in der Schweiz: Was Taylor Swift über moderne Payment-Erlebnisse lehrt – und wie Händler davon profitieren

03 / 10 / 2025

Heute erscheint das neue Album von Taylor Swift “The Life of a Showgirl”. Doch schon jetzt ist klar: Wo Taylor Swift auftaucht, entsteht ein gewaltiger wirtschaftlicher Sog. Ihr Einfluss reicht weit über die Musikindustrie hinaus – das zeigte sich im Sommer 2024 eindrücklich in Zürich.

A concert fan making a heart shape

98’000 Fans, 92,5 Millionen Franken – und Millionen Transaktionen

Im Juli 2024 machte die Eras Tour Halt in der Schweiz. Zwei Abende lang verwandelte Taylor Swift das Letzigrund-Stadion in ein Mekka für ihre Fans – die sogenannten „Swifties“. Rund ein Drittel reiste aus dem Ausland an, viele davon sogar aus Übersee.

Schon die Nachfrage war riesig: 90’000 Tickets waren laut SRF innerhalb von 30 Minuten ausverkauft. 

Doch der Taylor-Swift-Effekt bedeutete nicht nur ausverkaufte Tickets, sondern auch unzählige Bezahlvorgänge – von der Hotelbuchung über den Flug bis zum Drink im Stadion. Insgesamt gaben die Swifties in Zürich rund 92,5 Millionen Franken aus. 

Die HWZ hat die Ausgaben der Fans detailliert untersucht:

A graph showcasing the spendings of Taylor swift fans

Hinter jedem dieser Beträge stecken tausende Payment-Transaktionen – online wie offline. Wie gross der Effekt beispielsweise im Bereich Übernachtungen war, zeigt sich eindrücklich in diesem Jahresvergleich:

A graph showing the Taylor Swift effect


Warum Taylor Swift ein Payment-Case ist

Der „Taylor-Swift-Effekt“ verdeutlicht, dass Payments bei Grossereignissen weit mehr sind als nur ein technisches Detail. Sie sind ein entscheidender Teil der Customer Journey:

  • Ohne funktionierende Zahlungen keine Tickets: Ob schneller Checkout oder unkomplizierte Rückerstattung – Zahlungssysteme, welche die Customer Journey respektieren, schaffen echte Treue.

  • Ohne Akzeptanz internationaler Karten kein Tourismus-Effekt - der Taylor Swift Effekt letztes Jahr zeigte es deutlich: 56,7 Millionen, und damit den grössten Teil der Wertschöpfung, haben die internationalen Gäste generiert, 15,5 Millionen haben allein die US-Amerikaner für An- und Rückreise ausgegeben)

  • Ohne Cashless-Konzepte kein reibungsloses Fan-Erlebnis im Stadion

Solche Events sind ein Schaufenster dafür, wie wichtig Skalierbarkeit, internationale Akzeptanz und innovative Bezahlmethoden sind.


Was können Händler daraus mitnehmen?

    1. Internationale Kundschaft will bezahlen können

Ein Drittel der Besucher kam aus dem Ausland, viele davon aus den USA. Hotels, Restaurants und Shops, die internationale Karten akzeptierten, profitierten direkt. Für Händler gilt: Wer Touristen oder Expats anspricht, sollte Payment-Lösungen breit aufstellen – AMEX, Diners Disover, JCB gehören ins Repertoire – und sich überlegen ob Kunden in ihrer Heimwährung zahlen können (Digital Currency Conversion/DCC).

    2. Cashless ist Standard

Ob im Stadion, am Merchandise Stand oder am Foodtruck: Bargeld spielte kaum noch eine Rolle. Hier zeigt sich, wie wichtig schnelle, zuverlässige Payment-Infrastruktur ist, wenn Zehntausende gleichzeitig konsumieren wollen. Kunden erwarten heute schnelle, bargeldlose Zahlungen – sei es mit Karte, Mobile Wallet oder lokalen Lösungen wie TWINT oder WeChat Pay.

    3. Mobile First-Erlebnis

Mobile Payments – Für viele Fans gehört das Smartphone zum Fan-Erlebnis: Tickets in der Wallet, Merchandise mit Apple Pay oder TWINT bezahlen, Fahrt mit dem E-Scooter buchen. Händler sollten Mobile Payments nicht nur akzeptieren, sondern aktiv fördern – sie sind längst Teil des Fan- (und Kunden-)Erlebnisses.

    4. Skalierbarkeit zählt

90’000 Tickets in 30 Minuten – das geht nur, wenn Online-Shops und Payment-Systeme Spitzenlasten aushalten. Auch kleinere Händler kennen Peaks, z. B. bei Launches, Sales oder saisonalen Highlights. Hier braucht es stabile Plattformen im Hintergrund sowie passende Zahlungsmöglichkeiten wie BNPL (Buy Now Pay Later), welches vor allem bei der jungen Zielgruppe beliebt ist.

Der Ausblick: Album-Release im Oktober

Mit ihrem neuen Album wird die globale Nachfrage nach Taylor Swift erneut explodieren – bei Streaming-Diensten, Merchandise-Shops und vielleicht bald wieder bei Ticketplattformen. Auch in der Schweiz dürften Fans wieder zuschlagen. 

Für die Payment-Welt ist das ein weiterer Beweis: Popkultur und Payments sind untrennbar verbunden. Wer Erlebnisse schaffen will, braucht reibungslose Bezahlprozesse. Und wenn Taylor Swift wieder in die Schweiz kommt, ist klar: Nicht nur die Musik wird Rekorde brechen – auch die Transaktionen.